RAAM 2014 – Vier Frauen mit dem ROX 10.0 GPS durch Amerika

Als erstes Damenteam aus Deutschland, hausInvest-German Frauleins, haben sie beim Race Across America (RAAM) Geschichte geschrieben. Nach dem Startschuss zur 4.860 Kilometer langen Rekordjagd durch die USA am 14 Juni 2014 lieferten sie sich Anika, Genia, Kati und Kerstin mit dem US Damenteam Phenomeal Hope ein sehr knappes Kopf-an-Kopf Rennen, das sie letztendlich für sich entscheiden konnten. Mit einem Vorsprung von 2 Stunden und 36 Minuten, überquerte das Team hausInvest-German Frauleins nach insgesamt 7 Tagen, 4 Stunden und 39 Minuten die Ziellinie in Annapolis. SIGMA SPORT unterstützte das Team mit dem ROX 10.0 GPS. Lesen Sie hier den Bericht des Rennens vom Team selbst:

Zusammen konnte die Aufregung des Starts besser kompensiert werden. Foto: Privat

„Als erstes deutsches Damenteam in der Geschichte des Race across America (RAAM) sind wir als „hausInvest-German Frauleins“ bei diesem härtesten Langstrecken-Radrennen der Welt an den Start gegangen.
Am 14. Juni um 12.22 Uhr Ortszeit ging es für uns in Oceanside, CA, an den Start. Mit dabei: der Rox 10.0, auf dem der gesamte Track des RAAM hinterlegt war. Grundsätzlich erfolgt die Navigation durch die Besatzung im Pace Car, die dem Radfahrer per Megaphon den richtigen Weg ansagt. Da es aber bei vorherigen Rennen immer wieder Situationen gab, in denen die Begleiter den Radfahrer zeitweise quasi „verloren“ haben und dieser auf sich allein gestellt war, sind wir sehr froh, dass wir den Track auf dem Rox dabei hatten – natürlich in der Hoffnung, ihn unterwegs nicht zu benötigen.
Die ersten 7,5 Meilen auf der sog. Parade Zone sind wir vier Mädels gemeinsam gefahren, hier erfolgt noch keine Zeitnahme. An deren Ende werden Anika und Kati vom Wohnmobil abgeholt und zum ersten Wechselpunkt in Borrago Springs gefahren, während Genia und Kerstin gemeinsam bis Meile 23 fahren, da bis dorthin noch kein Support durch das Begleitfahrzeug erlaubt ist. Hier leistet ihnen der Rox gute Dienste, da er ihnen sicher den Weg weist. Danach beginnt der regelmäßige Wechsel, wobei immer eine Fahrerin auf der Straße unterwegs ist, während die andere im Pace Car zu ihrem nächsten Einsatz vorgefahren wird.
Nach Borrago Springs geht es in die Wüste bei mörderischen Temperaturen über 40 Grad, was erst mit Einbruch der Nacht angenehmer wird. Kurz danach werden wir das erste Mal vom zweiten Frauenteam „Phänomenal Hope“ aus den USA überholt, mit denen wir uns auch an den Folgetagen ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern und uns immer wieder gegenseitig überholen.
Ein grandioses Erlebnis ist der Sonnenaufgang im Monument Valley, den wir vom Rad aus erleben dürfen – Wahnsinn! Bald danach geht es auch schon in die Rocky Mountains, wo wir unter anderem den über 3000 m hohen Wulf Creek Pass und den Buchara Pass erklimmen. Extrem gefährlich sind die Abfahrten bei heftigem Seitenwind. Für einen kurzen Schockmoment sorgt mitten in der Nacht die Begegnung mit einem Braunbär, der plötzlich direkt vor Katis Rad auf der Straße steht, sich aber zum Glück kurz darauf in die Büsche schlägt.
Es folgen die endlosen Straßen von Kansas, der Kornkammer Amerikas, die uns bei weiterhin heftigem Seitenwind und Hitze nicht wirklich Freude bereiten. In Missouri wird die Landschaft sehr viel schöner, der Verkehr jedoch deutlich dichter und die Autofahrer wesentlich ungeduldiger.
Mittlerweile haben Anika und Kati den Mississippi erreicht. Eine RAAM-Weisheit besagt, dass alle Teams, die die Brücke über den Fluss überqueren, auch ins Ziel kommen. Die Mädels wollen diesen Meilenstein des Rennens zusammen erleben und fahren gemeinsam über die Brücke – beide sind ganz ergriffen, nun sind es keine 1000 Meilen mehr bis zum Ziel!
Nun müssen wir noch durch die Papachen, die uns mit Gewitter und Regen begrüßen. Die Route führt stundenlang im strömenden Regen über einen endlos scheinenden Highway, den wir aufgrund des starken Verkehrs nur auf dem äußerst schlechten Seitenstreifen befahren können – ein Wunder, dass wir pannenfrei durchkommen. Es folgen noch etliche giftige Anstiege, bis wir die letzte Time Station passiert haben und an einer Tankstelle sechs Meilen vor Annapolis die offizielle Zeitnahme endet und wir von einem Rice-Official zum Ziel eskortiert werden. Wir haben es tatsächlich geschafft! 3200 Meilen in 7 Tagen, 4 Stunden und 39 Minuten, womit wir den Sieg gegen die Amerikanerinnen errungen haben.
Noch können wir das alles gar nicht fassen – unser Traum ist wahr geworden! Und das RAAM ist einfach ein ganz besonderes Rennen, das geprägt ist vom Miteinander der Teams, man feuert sich unterwegs gegenseitig an und hilft sich im Bedarfsfall. Es sind immer wieder diese kleinen Momente, die es ausmachen, z.B. als Kati durch eine langgezogene Baustelle fährt und plötzlich hinter ihr laute Musik ertönt: „Wer Area Theo Champions“ – angestellt vom Pace Car des brasilianischen Teams, das gerade hinter ihr fährt und damit gute Laune verbreitet. Oder ein Autofahrer, der im strömenden Regen auf dem Highway anhält, aussteigt und uns zujubelt.

Die Finisher-Tafel. Foto: Privat

Das alles war nur mit Hilfe unserer Sponsoren und Unterstützer möglich, die an uns geglaubt haben. Wir sind unendlich dankbar dafür – Danke, dass es kein Traum geblieben ist! Vielen Dank an Sigma Sport für die Ausstattung mit dem Rox 10.0. Zum Glück haben wir unterwegs unser Pacecar nicht „verloren“ und mussten nicht selbst navigieren, hatten aber immer das gute Gefühl, es im Notfall zu können. Die Tachofunktionen wurden während des gesamten Rennens genutzt – besonders gefallen hat uns dabei, alles (Geschwindigkeit, Tages-km, Puls, Steigung) auf einen Blick im Display zu haben.“

SIGMA SPORT
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