Eine erfolgreiche Trans Germany 2012 geht mit einer Schlammschlacht zu Ende

Nachdem die ersten beiden Etappen vom Höhenprofil und der Länge her schon die größten Brocken dieser Trans Germany zu sein schienen, konnte man bei der 3. Etappe keineswegs von aktiver Erholung sprechen. Zwei lange Anstiege ohne großes Vorgeplänkel direkt vom Start weg und ein zähes, kraftraubendes Auf-und-Ab zum Schluss. Verteilt auf ca. 60 Kilometer kamen ganz schnell fast 2000 Höhenmeter zusammen. Trotz erneuter Schlechtwettervorhersage konnte sich das große Fahrerfeld auf eine weitestgehend trockene 3. Etappe von Lermoos nach Seefeld auf machen. Wie an den Tagen zuvor blieben James und ich die erste Rennhälfte in Sichtweite zueinander. Nur dies Mal musste ich in der zweiten Rennhälfte etwas reißen lassen, konnte aber zum Ende der Etappe hin noch einige Körner mobilisieren und fuhr bis auf wenige Sekunden im Ziel wieder an James ran. Obwohl das Fahrerfeld bei dieser kurzen aber knackigen Etappe ordentlich durchmischt wurde, tat sich an unseren Platzierungen glücklicher Wiese genau so wenig wie am nach wie vor guten Wetter.
Es schien daher schon fast so, als hätten die ständigen Schlechtwetterprognosen keine Chance, bei der diesjährigen Trans Germany Realität zu werden. Doch dann kam es ganz dicke! Vom Start der 4. und letzten Etappe weg ließ der Regen nicht locker und peitschte 80 Kilometer lang den bereits sehr müden Fahrern ununterbrochen und gnadenlos ins Gesicht. Die Radbrille wurde schnell zu einem undurchsichtigen Schmutzschleier, nur sie weg zu lassen war genauso schlimm und wurde sofort mit Sand in den empfindlichen Augen quittiert. Zu diesen unbequemen Umständen gesellte sich noch der schier nicht enden wollende Hausberg von Garmisch zum Schluss der 1700 Höhenmeter Etappe, der James und mir die letzten Kräfte und ein paar Platzierungen kostete. Kaum zu glauben, dass James und ich es dabei geschafft hatten, einen beachtlichen Schnitt von fast 22 km/h aber stark unterkühlt nach Garmisch zu fahren.
Abschließend belegt James mit einer Zeit von 14:45:52,8 einen stolzen 29. Platz bei den Masters und verbesserte sich um 10 Plätze gegenüber dem Vorjahr. Ich freu mich mit einer Verbesserung um 76 Plätze gegenüber dem Vorjahr und einer Zeit von 14:39:29,7 auch sehr über meinen 111. Rang bei den Herren.
Viele Grüße von Alexej Schulz

SIGMA SPORT
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