Mit Karacho den Furkelpass herunter

Am dritten Tag dieser TOUR Transalp beschließe ich, nun selbst ein wenig zu leiden und so ein winziges bisschen nachzuempfinden, was die Sportler da jeden Tag leisten. Gesagt getan und kaum am Zielort der heutigen Etappe nach einer wunderschönen (Auto-)Fahrt von Brixen nach St. Vigil angekommen, ziehe ich meine Bike-Kleidung an und schwinge mich auf mein Hardtail. Die paar Hundert Höhenmeter werde ich schon schaffen, bis die ersten oben am Furkelpass  und damit dem letzten Anstieg des heutigen Tages angekommen sind und sich auf den Weg runter nach St. Vigil machen.

Dieser Ort liegt auf 1.201 m.ü. M., der Furkelpass  auf 1789. Nach wenigen Kilometern ist klar, dass der Aufstieg steil ist und immer länger wird und ich am Schluss immerhin fiese 650 Höhenmeter gefahren sein werde. Ich passiere das Ziel der heutigen Etappe, das aus Sicherheitsgründen weit vor dem Ort liegt, damit die Fahrer entspannt und nicht im Rennmodus die letzten gefährlichen Serpentinen herunter fahren. Hier erfahre ich, dass es knapp wird, die Führenden auf dem Pass zu erwischen und fahre schwitzend weiter. In einer solchen Situation ist man direkt froh, wenn nicht die Sonne scheint. Nach schier endlosen Kurven und Geraden, komme ich endlich oben an. Schön ist er ja nicht der Pass, aber ich habe keine Zeit darüber nachzudenken, denn da kommen sie, die neuen Führenden der Gesamtwertung  Hans-Peter Obwaller und Johannes Berndl. Wieder ein Quartett, das wenige Minuten vor den Verfolgern den Pass passiert und sich auf die verdiente Abfahrt macht. Ich fahre einige Meter weiter herunter dem Feld entgegen, um mir eine steile Stellen zum Fotografieren zu suchen. Zwischen Mut zusprechen „Gleich habt ihr es geschafft, es sind nur noch wenige Höhenmeter“ und Kamera scharfstellen, kann ich mich manchmal gar nicht entscheiden. Die meisten Gesichter zeigen Erschöpfung, aber auch Freude und Stolz, weil sie wissen, dass sie es gleich geschafft haben. Bergab hängen mich die Rennradler natürlich ab und so genieße ich die wunderschöne Aussicht und freue mich auf den nächsten Tag und die nächsten Ereignisse.

SIGMA SPORT
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