Ein Rückblick auf die BIKE Transalp 2018

When “I can and I will” becomes “We can and we will”

Die BIKE Transalp zählt zu den härtesten, aber auch schönsten Mountainbike-Etappenrennen. Wie wichtig der Teamspirit und Zusammenhalt während der 500 km-langen Strecke sind, berichtet Isabell Lange, die dieses Jahr mit ihrem Vater Alexander für SIGMA SPORT an den Start gegangen ist. Und stellt das Mountainbike-Event unter das persönliche Motto: When “I can and I will” becomes “We can and we will”.

Die BIKE Transalp begeistert mit ihrer traumhaften Aussicht

Die BIKE Transalp begeistert mit traumhaften Panoramen

Die BIKE Transalp – für viele Mountainbiker ist die Teilnahme an diesem Event ein einmaliges Erlebnis. Mindestens genauso viele sind Wiederholungstäter. So auch wir – Papa und ich – in diesem Jahr. Wir haben uns voriges Jahr mit dem “Virus” BIKE Transalp angesteckt und waren voller Vorfreude nach Imst angereist. Wir waren sofort vom Flair und Spirit der BIKE Transalp angesteckt und wussten daher genau, warum wir dieses Jahr wieder an der Startlinie hatten stehen wollen. Die Atmosphäre war unvergleichbar und zog einen sofort in seinen Bann. Und genau das ist es, was süchtig macht!

Auch wenn's anstrengend ist - Spaß macht die BIKE Transalp trotzdem!

Auch wenn’s anstrengend ist – Spaß macht die BIKE Transalp trotzdem!

Die BIKE Transalp ist kein gewöhnliches MTB-Etappenrennen. Für uns ist es zumindest in erster Linie ein mannschaftliches und kameradschaftliches Erlebnis mit dem Ziel, gemeinsam die Alpen zu überqueren und gesund im Zielort anzukommen. Die Teilnahme war ein wahrer Kampf gegen mich selbst und eine Achterbahnfahrt der Gefühle oben drauf. Eine Woche voller wechselnder Gefühle, Emotionen und Erfahrungen im Sekundentakt.

Ich bin wahrlich schon viele Mountainbike-Rennen gefahren, aber kein Cross-Country oder Marathon-Rennen ist mit der BIKE Transalp zu vergleichen. Denn sie macht aus einem Einzelkämpfer einen Teamplayer, was eine sehr große und schöne Veränderung ist. Das ist mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass es sich nicht wie üblich um ein Eintagesrennen, sondern um ein siebentägiges Etappenrennen handelt.

Hier muss man zusammenarbeiten, um am Schluss die Ziellinie überqueren zu können.

Das oberste Ziel bei der BTA: Gesund und gemeinsam ins Ziel kommen.

Das oberste Ziel für uns bei der BTA: Gesund und gemeinsam ins Ziel kommen.

Denn um schnell und sicher über die Alpen zu kommen, braucht es also nicht nur “schnelle” Beine und mentale Stärke, sondern vor allem einen starken Zusammenhalt und einen unverwüstlichen Teamgeist.
An guten Tagen fällt es leichter, ein gutes Team zu sein. An schweren Tagen dafür umso schwerer, wenn man doch schon so sehr mit sich selbst zu kämpfen hat. Aber genau diese schweren Tage sind unwahrscheinlich wertvoll, denn mit ihnen wächst man nicht nur selbst – nein – sie lassen auch das Team zusammenwachsen.

Kommunikation ist bei der BIKE Transalp das A und O, vor allem wenn der Partner im Team so viel stärker ist als man selbst. In erster Linie haben mein Papa und ich für uns herausgefunden, dass Teamwork besser funktioniert, wenn der Partner zu jeder Zeit Bescheid weiß wie es dem Anderen geht.
Sieben Tage sind lange und werden gefühlt noch viel länger, wenn man an den ersten Tagen schon enorm über sein Limit geht. Sobald die Lücke zwischen Papas Hinterrad und meinem Vorderrad auch nur ein wenig größer wurde, habe ich ihm schon mitgeteilt, dass er doch bitte ein wenig langsamer fahren soll. Denn auf einem solchen Marathonrennen sollte man so wenig unnötige Energie wie nur irgendwie möglich verschwenden.

Nicht nur die Fahrer mussten auf der BIKE Transalp viel mitmachen, auch der ROX 12.0 SPORT

Nicht nur wir Fahrer mussten auf der BIKE Transalp viel mitmachen, auch der ROX 12.0 SPORT

Kommunikation ist aber nicht nur dann wichtig um sich gegenseitig mitzuteilen. Papa hat mich ständig motiviert, beruhigt, besänftig und angespornt. Er hat zu jeder Zeit auf mich Rücksicht genommen, mich wenn nötig gebremst und es dennoch geschafft, den letzten Prozent aus mir heraus zu kitzeln.

Worte wie diese gab es nicht selten zu hören: “Papa, ich kann keinen Zentimeter schneller fahren.” “Alles gut Isi, wir schaffen das!”

IMG_3137  Alexander Lange erhält die Finisher-Medaille

Wenn man als Team ein solches Rennen macht, dann muss man oft seine Ansprüche zurückschrauben, tolerant sein und akzeptieren, dass der Partner heute vielleicht einen schlechten Tag hat. Oft hat Papa mich mit seiner positiven Energie aus einem mentalen Loch geholt. Mich beflügelt und mich nie daran zweifeln lassen, dass wir das nicht schaffen.

Danke Papa für deine Toleranz, dein Vertrauen, deine Hilfe und deine Motivation. Du bist der tollste Teampartner, den man sich nur wünschen kann!

Danke auch an Sigma Sport! Für eure großartige Unterstützung, für all die lieben Worte nach der Zieldurchfahrt und die schönen Stunden mit Vino und Pizza.

So sehen glückliche Finisher aus!

Papa und ich glücklich im Ziel

 

Bericht von Isabell Lange

 

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