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24 Stunden Gravelbike Challenge

24 Stunden auf dem Gravelbike. 600 km, das Ziel von Leon Echtermann für seinen inoffiziellen Weltrekordversuch. Wir waren mit dabei und unterstützten ihn nicht nur mit unserem Radcomputer ROX 12.0 und der BUSTER 2000 HL, sondern begleiteten ihn auch einige Runden auf dem Rad.
Am vergangenen Samstag um 12 Uhr Mittags startete er auf die 25,8 km lange Runde durch den Hofoldinger Forst.

Der 24 Stunden Gravel Rekordversuch. Ein besonderer Tag, hier zusammengefasst.

Photos: Urs Golling Photography

Die Daten:

Gesamtzeit: 18:30 Stunden

Distanz: 475 km

Durchschnittsgeschwindigkeit während der Fahrt: 29 km/h

Durchschnittsleistung: 213 Watt

Durchschnittspuls: 133

Verbrannte Kalorien: ca. 11.000

Ein Statement von Leon:

Das Tempo war von Anfang an gut und ich fühlte mich super. Die ersten Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit liefen ohne Probleme. Ich fuhr tagsüber bewusst ein wenig schneller, da ich ahnt, dass es in der Nacht wichtig wird, langsamer zu machen, um sich besser konzentrieren zu können. Und um gegen die ohnehin eintretende Müdigkeit anzukämpfen.

Ich machte ca. alle 100 Kilometer eine kleinere Pause, um mich mit fester Nahrung zu verpflegen und meine Trikot Taschen wieder mit Riegeln zu füllen.

Mit Einbruch der Dunkelheit lief es noch immer überraschend gut: Ich hatte keine Anzeichen von größerer Ermüdung oder muskulären Problemen. Auch der Kopf war noch immer frisch. Die Sicht war kein Problem, der Wald war hell erleuchtet, das Material und sogar das Wetter spielten mit. Das Tempo wurde wie geplant ein wenig reduziert und die kurzen Pausen wurden häufiger. Bis 5 Uhr morgens machte ich mir gar keine Sorgen, dass ich es nicht schaffen würde, da sich noch immer alles gut angefühlt hatte.

Gegen 5:30, pünktlich zum Sonnenaufgang, bekam ich plötzlich starke muskuläre Schmerzen in beiden Waden, nachdem ich die kurze Abfahrt im Trail gefahren war. Zurück am Pushbikers Shop legte ich eine weitere Pause ein. Aber das Aufstehen war plötzlich extrem schmerzhaft und ans Fahren war nicht mehr zu denken. Obwohl unser Physio versuchte, mir die Beine zu lockern, half dies leider nichts auf Dauer. Den Versuch, kurz darauf weiterzufahren, musst ich nach wenigen Kilometern bereits wieder aufgeben:Treten unmöglich.

Die Hoffnung, noch einmal weiterfahren zu können und wenigstens ein paar mehr Kilometer zu schaffen, starb zuletzt, als ich nach einem kurzen Schlaf während des morgendlichen Regens noch immer nicht richtig auftreten konnte.

Fazit von Leon:

Auch wenn ich mein ursprüngliches Ziel, ganze 24 Stunden zu fahren, nach 18 Stunden begraben musste, war das Ganze eine tiefreichende Erfahrung für mich – und (man glaub es kaum) auch mit sehr viel Spass und Freude verbunden. Ich bin enttäuscht, aber: Wenn man etwas mit Leidenschaft tut, hat man bereits gewonnen! Und ich denke, ich werde es nächstes Jahr noch einmal probieren

Photos: Urs Golling Photograpy