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DM-Titel der U23 für Kim Heiduk vom Team Lotto Kern-Haus

Mit dem Sieg als Ziel trat Kim Heiduk, Team Lotto Kern-Haus, bei der Dreiländermeisterschaft der U23 an. Auf dem Sachsenring knüpfte er an seine hervorragenden Leistungen der vorherigen Wochen an und sicherte sich sogar das Trikot des Deutschen Meisters. Das Geheimnis von Heiduk: Nicht verrückt machen!

Kim Heiduk, Team Lotto Kern-Haus, ist momentan nicht zu stoppen. Bereits vor der DM auf dem Sachsenring konnte er in Frankreich (Tour d’Eure-et-Loir) und bei UCI-Rennen triumphieren. Auch auf der Rhodos-Rundfahrt konnte Heiduk mit Platz vier im Gesamtklassement überzeugen, sein Teamkollege, Christian Koch, sicherte sich hier Rang zwei (wir berichteten).

Allerdings funktioniert auch bei einem Profi wie Kim Heiduk nicht immer alles so wie geplant: Am Anreisetag holte Heiduk seinen Teamkollegen Lucas Dressler in Nürnberg ab. „Er ist dann den Rest bis nach Chemnitz gefahren. Wir hatten aber eine kleine Verzögerung, denn wir haben mehrmals die Autobahn verpasst beziehungsweise den falschen Zubringer genommen, so haben wir dort noch ein paar extra Runden gedreht.“

Das Teammotto der 53×11 Musketiere „Einer für alle und alle für einen“, hat sich wieder bezahlt gemacht.

Das Treppchen im Blick

Aber auch dieser kleine Fauxpas setzte Heiduk nicht unter Druck und er trat relativ gelassen bei der Dreiländermeisterschaft an. Vielleicht lag seine Gelassenheit an der bisherigen, erfolgreichen Saison, vielleicht an seiner Topform, vielleicht ist es auch einfach nur eine Sache der Einstellung. Für Kim Heiduk hat sich diese Herangehensweise jedenfalls bezahlt gemacht!

Mein Ziel war ganz klar, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Aber ich habe mir auch nicht so viel Druck gemacht. Ich wusste, dass ich sehr gut drauf bin und habe das Rennen auf mich zukommen lassen.

Kim Heiduk

Die Gesetze der DM

Auch seine Rolle als Mitfavorit nahm Kim Heiduk sehr professionell an. „Es war von Anfang an klar, dass ich einer der Mitfavoriten sein würde. Aber eine DM hat ihre eigenen Gesetze, wo alles passieren kann“, berichtete Heiduk. Mit dieser Einstellung, verspürte Kim Heiduk dann auch direkt vor dem Rennen, welches ihn zum Deutschen Meister krönen würde, keinen Druck. Hilfreich war sicher auch der tolle Teamzusammenhalt der 53×11 Musketiere, den bereits Christian Koch zum Saisonstart lobte. Das Ziel für Team Lotto Kern-Haus, war also klar, trotzdem war den Musketieren auch jederzeit bewusst, dass Meisterschaften ihre eigenen Regeln haben und gerade auf einem Rundkurs wie dem Sachsenring, kann alles passieren.

Wir wollten das Rennen immer unter Kontrolle behalten, damit wir in keiner Situation unter Zugzwang geraten. Das haben wir, glaube ich, sehr gut umgesetzt. Wir waren bei allen Attacken dabei. Das Team hat sehr gut funktioniert. Einer für alle und alle für einen.

Kim Heiduk

Glücklich und befreit

Mit dem Bewusstsein, dass eine DM nicht immer der Stärkste gewinnt, schaffte sich Heiduk hervorragende Voraussetzungen für das Rennen. Während der zweiten Rennhälfte bildete sich eine zehn Fahrer starke Spitzengruppe. Diese verkleinerte sich auf fünf Topfahrer, zu denen Kim Heiduk und Michel Heßmann (Jumbo – Visa Development) zählten. Nach 168 Kilometern im Zweiersprint setzte sich Heiduk schließlich gegen den gleichaltrigen Heßmann durch. „Nach so einem harten Rennen war ich mir am Ende nicht zu 100 Prozent sicher, ob ich Michel Heßmann schlagen kann. Ich wusste um meine Sprintqualitäten, aber in so einem Rennen kann auch die Kraft, der ausschlaggebende Punkt sein.“ Erst auf den letzten Metern realisierte Heiduk, dass er gewinnen könnte. Glücklich und befreit ging es dann für Heiduk über den Zielstrich. „Ich denke, ich habe gleich realisiert, was ich da geschafft habe. Ich bin einfach nur super happy, dass es geklappt hat.“

Kim Heiduk siegt bei der DM U23 am Sachsenring.

„Der Deutsche Meistertitel bei der U23 bedeutet mir sehr viel. Es war schon immer ein Traum, ein Ziel von mir, mal ein Deutsches Meistertrikot zu tragen, egal in welcher Kategorie. Darauf arbeitet jeder Sportler hin. Und Meisterschaften sind in jeder Saison ein Highlight“, so der U23-Sieger. Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt, gratulierte Heiduk seinem Teamchef, Florian Monreal, der am Tag vor dem Rennen Geburtstag hatte, noch mal nachträglich zu seinem Ehrentag und hat ihm mit seinem Sieg sicher ein schönes Geschenk gemacht. Eine Meisterfeier gab es bisher leider nicht, da es direkt zum Rennen nach Cottbus und zu seinem Teamkollegen, Christian Koch, ging.

Vorbereitung mit dem SIGMA ROX 12.0

Neben dem neuerworbenen Meistertitel, nahm Heiduk auch wieder seinen zuverlässigen Begleiter, den SIGMA GPS Bike Computer ROX 12.0, mit nach Cottbus. Der ROX 12.0 unterstützt den U23-Sieger in der Saisonvorbereitung mit seinen vielfältigen Trainingsfeatures.

Der ROX 12.0 ist ein sehr übersichtliches Gerät. Ich habe immer alles gut im Überblick, egal ob Wattwerte oder andere Daten. Oft habe ich auch die Navigationsfunktion genutzt, gerade wenn ich im Trainingslager war oder für Vorbereitungen vor Rennen

Kim Heiduk

WM in Flandern als großes Abschlussziel

Als nächstes steht nun die Bundesliga in Gippingen an, anschließend geht es zur Oberösterreich-Rundfahrt und danach fährt Heiduk seine „Quasi-Heim-DM“ in Stuttgart. „Ich habe jetzt nicht eines dieser Rennen im Speziellen herausgepickt. Aber ich bin im Moment in einer super Verfassung, kann, solange die Form anhält, überall gute Ergebnisse einfahren. Ich freue mich auf alle Rennen. Als großes Abschlussziel habe ich die WM in Flandern, die mir sehr entgegenkommen würde. Es ist zwar noch eine lange Zeit bis dahin, aber ich habe es im Hinterkopf.“

Wir wünschen Kim und dem gesamten Team viel Erfolg bei den nächsten Rennen und hoffen, dass auf der Autobahn keine extra Runden mehr gedreht werden müssen.